Kindergarten

Der Gemeindekindergarten Wasserburg liegt inmitten des Dorfkerns, in der Schulstraße. Das Gebäude mit anschließendem Garten, wird umrahmt von der Schule, einigen Einfamilienhäusern, Pensionen, einem Campingplatz, dem öffentlichen Spielplatz, sowie dem Sportplatz des Turnvereins Wasserburg. In unmittelbarer Nähe befindet sich der See sowie zahlreiche Grünflächen, die in wenigen Schritten erreichbar sind.

Der Kindergarten umfasst vier Gruppenräume, die je über einen Intensivraum verfügen. In einem dieser drei Nebenräume befindet sich eine Kinderküche. Eine Personalküche, Sanitäre Anlagen, ein Büro und ein Eingangsraum mit Garderoben stehen ebenfalls zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt der Kindergarten im ersten Stock über einen Turnraum, einen Mehrzweckraum, eine Kindertoilette sowie eine Gästetoilette.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 7:30 Uhr – 16:00 Uhr
Freitag: 7:30 Uhr – 13:30 Uhr

Die Bringzeit endet um 08:30 Uhr, die Abholzeiten sind flexibel ab 12:00 Uhr.
Die Kernzeit ist täglich von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr. In dieser Zeit sollten die Kinder anwesend sein.

Wir bitten Sie, die Bringzeit von 07:30 bis 08:30 Uhr einzuhalten, da wir unserer pädagogischen Bildungsarbeit nachkommen möchten und um 8:30 Uhr die Eingangstüre schließen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Die Schließ- und Ferientage entnehmen Sie bitte der Jahresübersicht.

Betreuungsangebote

Mittagsbetreuung

Im Kindergarten Wasserburg haben die Kinder die Möglichkeit für den Betrag von 3,60 € ein warmes Mittagessen zu bestellen. Das Essen wird vom Seniorenheim Hege geliefert und umfasst in der Regel eine Suppe, ein Hauptgericht und eine Nachspeise. Das Essen muss bei Herrn Lacher im Rathaus der Gemeinde Wasserburg vorbestellt werden.

Nachmittagsangebote

  • Montag: Musiktag (musikalische Früherziehung mit Musiklehrer zusätzlich buchbar)
  • Dienstag: Vorschule (Förderspiele für jüngere Kinder)
  • Mittwoch: Sprachtag (Englischkurs mit einer Fachkraft zusätzlich buchbar)
  • Donnerstag: Natur und Bewegung (Ausflüge, Exkursionen, Spiele im Freien, …)
  • Freitag: Kindergarten ab 13.30 Uhr geschlossen

Gebühren

Die Gebühren richten sich nach der gebuchten Wochenstundenzahl z.B. die Kategorie 1 (4 bis 5 Stunden) entspricht 20 – 25 Wochenstunden. Die Kategorien sind von den Eltern frei wählbar.

Folgende Gebühren gelten ab dem 1. September 2017:

  • Katagorie 1: mehr als 4 bis einschließlich 5 Stunden 85,- €
  • Katagorie 2: mehr als 5 bis einschließlich 6 Stunden 92,- €
  • Katagorie 3: mehr als 6 bis einschließlich 7 Stunden 99,- €
  • Katagorie 4: mehr als 7 bis einschließlich 8 Stunden 106,- €

Als Geschwisterrabatt ermäßigt sich beim zweiten Kind der Betrag um 25 € und beim dritten Kind um 50 €, jedoch nur bei gleichzeitigem Besuch der Einrichtung.

Neben den monatlichen Kindergartengebühren wird noch ein Getränke- und Hauswirtschaftsgeld erhoben. Das Getränkegeld beträgt derzeit 10 €/Quartal und wird für Getränke, Koch-und Backutensilien, aber auch mal für ein Eis bei Ausflügen, verwendet.

Gruppen

Insgesamt gibt es im Kindergarten Wasserburg drei Gruppen:

  • Bären-Gruppe
  • Enten-Gruppe
  • Tiger-Gruppe

Jede Gruppe wird von einer Erzieherin geleitet. Zusätzlich ist in jeder Gruppe eine weitere Fachkraft für die Betreuung der Kinder vorhanden. PraktikantInnen ergänzen die MitarbeiterInnen von Zeit zu Zeit.

Essen

Mittagstisch

Der Kindergarten bietet jeden Mittag eine warme Mahlzeit den Kindern an. Der Elternbeitrag für ein Mittagessen beträgt 3,60 EUR pro Tag.

Der Mittagstisch kann online gebucht werden, über das Portal MensaMax. Die Bestellung kann bereits im Voraus getätigt werden, muss aber bis spätestens 9 Uhr am Essenstag vorgenommen werden.

Sollte Ihr Kind an einem gebuchten Tag erkrankt sein, haben Sie die Möglichkeit das Essen in mitgebrachten Dosen abzuholen. Weitere Informationen erhalten Sie im Kindergarten oder bei der Gemeinde Wasserburg.

Obstrunde und Müslitag

Fest integriert in den Tagesablauf ist die Obstrunde. Die Obstschale, die in jeder Gruppe bereit steht, wird von den Eltern gefüllt. Es wäre schön, wenn sich alle Eltern daran beteilligen würden. Ebenso wird es in jeder Gruppe einmal im Monat ein Müsli-Frühstück geben. Spenden hierzu sind herzlich willkommen – Danke. Der Termin wird an der Hinweistafel bekanntgegeben.

 

Team

  • In unserem Kindergarten sind Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen sowie Anerkennungspraktikanten beschäftigt.
  • Eine Erzieherin ist zugleich als Leiterin tätig.
  • Des Weiteren wird der Kindergarten täglich von einer Raumpflegerin gereinigt.
  • Reparaturarbeiten, Rasen mähen usw., werden von den Gemeindearbeitern/in übernommen.
  • Die Anforderungen an das pädagogische Personal sind hoch und vielfältig. Deshalb ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung nötig.

Ausbildung des pädagogischen Personals

Erzieherin

Eine Erzieherin ist berechtigt, eine Gruppe oder einen Kindergarten zu leiten.

  • Schulische Voraussetzung: Mittlere Reife
  • Zwei Jahre Vorpraktikum in zwei verschiedenen Einrichtungen, mit regelmäßigen Seminartagen und dem Abschluss als Kinderpfleger/in.
  • Zwei Jahre Fachakademie für Sozialpädagogik
  • Ein Jahr Berufspraktikum in einer pädagogischen Einrichtung mit intensiver Schulbegleitung sowie Seminartagen, 2 praktische Prüfungen, 1 Kolloquium und 1 Facharbeit
  • Abschluss: Staatlich anerkannte Erzieherin

Kinderpflegerin

Eine Kinderpflegerin arbeitet als pädagogische Zweitkraft in der Gruppe.

  • Hauptschulabschluss als schulische Voraussetzung
  • Zwei Jahre Berufsfachschule für Kinderpflege mit Praktika in Kindergärten
  • Am Ende schriftliche und praktische Prüfung
  • Abschluss: Staatlich anerkannte Kinderpflegerin

Bedeutung des pädagogischen Personals

Inwiefern ist der Kindergarten mit seinem pädagogischen Personal für die Entwicklung des Kindes von Bedeutung?

Kinder von 0 bis 6 Jahren stehen in einem entscheidenden und einmaligen Lebensabschnitt. Denn hier wird die Basis für die spätere Entwicklung geschaffen. In diesen Zeitraum fällt auch die Kindergartenzeit. Kinder im Kindergartenalter zeigen eine große Spielfreude und einen unerschöpflichen Schaffensdrang. Die Erzieherinnen haben die verantwortungsvolle Aufgabe, die Kinder in dieser Zeit pädagogisch zu begleiten. Es drängt die Kinder geradezu aus innerer Motivation heraus, Neues kennen zu lernen und auszuprobieren. Sie sind besonders aufnahmebereit und begeisterungsfähig. Dies ist die beste Voraussetzung um zu Lernen. Hier werden Erfahrungen gemacht und Fertigkeiten erworben, die die Basis für die Schulzeit und das gesamte spätere Leben bilden.

Bei solchen besonderen Abschnitten in der Entwicklung des Kindes spricht die Psychologie von „Sensiblen Phasen“ . Sie sind gekennzeichnet durch ihre Einmaligkeit und den inneren Lernantrieb. Sie treten von selbst auf, wenn das Kind die körperlichen Voraussetzungen hat. Sensible Phasen gibt es für den Spracherwerb, für die Entwicklung der Fähigkeit Bindungen einzugehen und für die Entwicklung der Motorik. Der Kindergarten strebt an, mit seiner Raumausstattung dieser einmaligen Chance gerecht zu werden. Hier erleben die Kinder das Spiel, sie lernen andere Kinder kennen, mit ihnen zu leben und mit anderen Menschen umzugehen. Grundlagen, die in dieser lernbegünstigten Zeit nicht gelegt werden, können später nur mühsam oder gar nicht nachgeholt werden.

Leitlinien

Um das Zusammenleben in unserem Kindergarten sinnvoll zu gestalten, verfügen wir über Erziehungsziele, sogenannte Basiskompetenzen. Die Förderung der Lern- und Entwicklungsprozesse der Kinder ergeben eine ganzheitliche Erziehung.

Der soziale Bereich

Soziale Fähigkeiten sind Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Zusammenleben in einer Gemeinschaft. Dies gilt nicht nur im Kindergarten, sondern auch in den Familien, in der Schule und während des gesamten weiteren Lebens. Deshalb erachten wir diesen Bereich in unserer Kindergartenarbeit für sehr bedeutungsvoll.

Individualität

In der Erziehung gilt der Grundsatz: „Jedem das seine, nicht jedem das Gleiche“ Jedes Kind ist seine eigene Persönlichkeit, die wir so annehmen wie sie ist und die im Rahmen unserer Möglichkeiten individuell und ganzheitlich gefördert wird.

Die Hilfsbereitschaft

Die Kinder sollen lernen hilfsbedürftige Kinder zu erkennen, ihnen Hilfe anzubieten und diese auch durchzuführen.
Beispiele:
Die „Größeren“ helfen den „Kleineren“ beim Anziehen.
Die Kinder erklären sich gegenseitig die Spielregeln.
Die Kinder räumen alle zusammen auf und helfen den Kindern, die noch nicht fertig sind.

Das Teilen

Die Kinder lernen durch den Umgang mit anderen Gruppenmitgliedern, auch einmal etwas von sich her bzw. abzugeben.
Beispiele:
Die Kinder teilen die Martinsgans oder den Geburtstagskuchen.
Die Kinder müssen sich alle Spielsachen und Materialien im Garten und im Gruppenraum teilen.

Die Kompromissbereitschaft

Ein weiteres wichtiges Ziel innerhalb des Sozialen Bereichs ist, dass die Kinder lernen, miteinander Kompromisse zu schließen, wenn Schwierigkeiten oder Probleme auftreten.
Beispiele:
Die Kinder müssen sich beim Rollerfahren abwechseln, da nur einige Roller vorhanden sind.
Sie müssen eine Lösung finden, welches Spiel, z.B. im gemeinsamen Stuhlkreis, gespielt werden soll. Ggf. muss beispielsweise ein Spiel auf einen anderen Tag verschoben werden.

Die Rücksichtnahme

Auch die Förderung der Rücksichtnahme ist für uns von großer Wichtigkeit. Die Kinder sollen lernen, andere Kinder wahrzunehmen, diese einzuschätzen und somit auf sie zu achten bzw. Rücksicht zu nehmen.
Beispiele:
Die Kinder müssen z.B. warten bis alle fertig angezogen sind, bevor wir spazieren gehen können.
Rücksichtnahme auf kleinere oder schwächere Kinder.

Die Konfliktfähigkeit

Die Kinder sollen lernen, Konflikte möglichst selbständig und ohne Gewalt zu lösen. Hierzu gehört, zu diskutieren, sich für einen Vorschlag zu entscheiden, ihn auszuprobieren und ggf. nach einer anderen Lösungsmöglichkeit zu suchen.
Beispiel:
Die Lösung eines Streits um Spielsachen, Fahrzeuge etc.

Die Kritikfähigkeit

Hierzu zählt das Annehmen und wenn möglich auch das Austeilen von Kritik.
Beispiele:
Die Kritikfähigkeit nach einem Regelverstoß.
Die Kinder sollen mit zunehmendem Alter, beispielsweise nach einem durchgeführten Fest, ausdrücken können, was ihnen gefallen hat und was nicht.

Die Empathie

Wir möchten unsere Kinder anregen, alle Gruppenmitglieder bzw. Menschen zu akzeptieren und angemessen mit ihnen umzugehen.
Beispiel:
Auch wenn man mit einem Kind nicht so gut zurecht kommt, darf man es nicht schlagen, es bei anderen schlecht machen oder über dieses lästern.

Die Gemeinschaftsfähigkeit

Weiter fördern wir das Gemeinschaftsgefühl bzw. das Gruppenzusammengehörigkeitsgefühl. Die Kinder erfahren Freundschaften aufzubauen und zu erhalten, sich in die Gruppe einzuordnen, Toleranz zu zeigen und sich aber auch einmal durchzusetzen. Unsere Einrichtung setzt sich zum Ziel, den Kindern das Anerkennen von Regeln und Grenzen in einer Gruppe zu vermitteln und das Miteinander zu erleben.
Beispiele:
Die Kinder werden fähig, zusammen ein Gemeinschaftsbild zu gestalten.
Die Kinder lernen Vorschläge anderer, z.B. im Stuhlkreis zu akzeptieren und anzunehmen.
Wichtig ist aber auch, eigene Einfälle und Wünsche einzubringen.

Die Demokratie

Die Kinder erleben durch das alltägliche Miteinander in der Gruppe demokratische Grundprinzipien und Regeln. Sie erfahren, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, für andere ein Vorbild zu sein. Hierzu gehört, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten, eigene Sichtweisen (Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche, Kritik, Meinungen) zu erkennen, zu äußern und zu begründen.
Sie erhalten durch verschiedene Gruppensituationen und Gespräche zugleich die Gelegenheit, die Sichtweise anderer Wahrzunehmen, diese mit gleichem Respekt wie die eigenen zu behandeln, sich mit diesen auseinander zu setzen sowie bei ihrem Handeln auch auf die Bedürfnissen der anderen Rücksicht zu nehmen.
Die Kinder lernen bei inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten und unterschiedlichen Interessenlagen aufeinander zuzugehen und Kompromisse zu schließen und damit eine gemeinsame Lösung auszuhandeln, die auf einen Interessenausgleich abzielt. Einmal im Jahr entscheiden die Kinder über ihr Wunschprojekt!

Der kognitive Bereich

Mit dem kognitiven Bereich werden alle Fähigkeiten beschrieben, die mit dem Geistigen eines Menschen zu tun haben.

Hierzu zählt unter anderem das Erkennen von Farben. Das Ziel für die Dreijährigen ist, die Farben grün, gelb, rot und blau zu erkennen und zu benennen.
Die älteren Kinder erlangen die Fähigkeit, weitere Farben wie z.B. orange, rosa, lila etc. zu unterscheiden. Auch eine altersspezifische Wissensvermittlung ist uns in diesem Bereich sehr wichtig. Z.B. das Erkennen und Benennen von Gegenständen, das Erklären von einfachen Vorgängen (z.B. wie räumt man eine Bauecke auf) und allgemeine Dinge des Lebens (z.B. warum geht der Vater zum Arbeiten). Dies wird durch Bücher, Erzählungen, Erlebnisse oder Gespräche erreicht. Außerdem gehört auch die Förderung der Merkfähigkeit sowie das Gemerkte wiederzu- geben bzw. nachzuerzählen zu den Zielen unseres Kindergartens. Z.B. das Wiederholen bzw. Nacherzählen einer Geschichte vom Vortag.
Unseren Kindern werden auch gewisse Wertvorstellungen wie gut, böse, richtig oder falsch, während des Kindergartenalltags bzw. spezifischen Themen vermittelt. Um Einsicht in ihr Handeln zu haben, müssen sie die vermittelten Werte verstehen und somit eine kognitive Leistung erbringen. Die Grundvoraussetzung ist ein positives Vorbild.
Durch Spiele und spezielle Aktionen und Angebote, fördern wir das Zuordnen, Kombinieren, Verbinden und Übertragen ( z.B. das Übertragen einer Bauanleitung auf die Legobausteine oder das Durchführen des Klapplernspiels von LÜK ) von Gegenständen und Vorgängen. Weiter erfahren die Kinder in unserer Einrichtung einen gewissen Rhythmus und erhalten somit eine Orientierung. Hierzu gehört ein grobes Zeitgefühl, z.B. im Jahreskreis, Wochen- oder Tagesrhythmus.

Motorischer Bereich

Bei der Motorik handelt es sich um alle Bereiche die mit Bewegung zu tun haben. Ohne motorische Fähigkeiten ist das alltägliche Leben (Schule, Freizeit, Beruf etc.) eingeschränkt.

Die Grobmotorik

Die Grobmotorik beinhaltet alle groben Funktionen der Bewegung. (z.B. Laufen, Turnen usw.).
Beispiel:
Durch das Turnen und Spaziergänge am See wird die Grobmotorik des gesamten Körpers gefördert.

Die Feinmotorik

Wie das Wort Feinmotorik bereits aussagt, handelt es sich hierbei um alle feineren Funktionen der Bewegungen. (z.B. greifen , malen , schneiden, etc.)
Beispiel:
Bei Bastelarbeiten sowie beim Konstruieren in der Bauecke, wird dieser Bereich gefördert.

Die Sensomotorik

Die Sensomotorik ist die Koordination von Wahrnehmungseindrücken mit motorischen Leistungen (Piaget).
Beispiel:
Bei rhythmischen Übungen Signale (Tamburinschlag, Glockenklang, Triangel, Handzeichen und Mimik, …) in Bewegung umsetzen, außerdem wird die Sensomotorik bei gewissen Kreis- und Gesellschaftsspielen gefördert.

Der emotionale Bereich

Gerade in der heutigen Zeit ist es uns ein Anliegen, die Kinder für Gefühle zu sensibilisieren. Die Kinder müssen lernen mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen z.B. Freude und Zuneigung sowie Wut, Trauer und Schmerz. Im Gruppengeschehen ist es von großer Bedeutung, Gefühle anderer wahrzunehmen und auf diese einzugehen.
Beispiel:
Den richtigen Zeitpunkt zu finden, ein trauriges Kind zu trösten, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann und wie man einen anderen Menschen verletzt, ist die Grundvoraussetzung um ein einfühlsames Miteinander zu ermöglichen.

Die Selbständigkeit

Wir möchten unsere Kinder befähigen, selbständig mit Materialien umzugehen, von sich aus mit anderen Gruppenmitgliedern Kontakt aufzunehmen, sich anderen mitzuteilen und Tätigkeiten aus dem täglichen Leben auszuüben. Weiter sollen sie lernen, Konflikte eigenständig zu lösen, Entscheidungen zu fällen und mit ihrem Freiraum umzugehen.
Beispiele:
Die Kinder müssen sich selber an- und ausziehen, den Tisch decken, aufräumen etc.
Sie sollen am Maltisch selbständig mit Materialien umgehen können.
Die Kinder müssen beim alleinigen Spiel im Garten oder der Freispielzeit ihre Aktivitäten selbständig regeln, die Grenzen und Regeln festlegen bzw. einhalten und Konflikte möglichst ohne fremde Hilfe lösen.

Sprachlicher Bereich

Sprachliche Bildung beginnt bereits in den ersten Wochen und ist ein kontinuierlicher und langfristiger Prozess. Wir fördern in unserer Einrichtung auf vielfältige, spielerische Weise: Die Fähigkeit der Kinder, sich sprachlich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen, die Entwicklung von Sprechfreude und Interesse am Dialog, die Entwicklung von nonverbalen Ausdrucksformen (Körpersprache, Mimik usw.), die Fähigkeit, aktiv zuzuhören, die kontinuierliche Erweiterung und Ausdifferenzierung von Wortschatz, Begriffsbildung, Lautbildung und Satzbau (im Verstehen und Sprechen) sowie die Entwicklung einer sprachlich-kulturellen (auch mehrsprachigen) Identität.
Außerdem werden das Sprachbewusstsein (z.B. Umschreibungen), das differenzierte Bewusstsein für Laute (z.B. Anfangslaute oder Endreim), Kenntnis für verschiedene Sprachstile (Alltagsgespräche, Geschichten, Höflichkeitsregeln), sowie das Interesse an Schrift und am Schreiben spielerisch angeregt bzw. gefördert.
Ein Heranführen an die Weltsprache Englisch erlangen wir durch themenbezogene Lieder, Reime, Spiele sowie elementare Dialoge (z.B. „How are you?“).

Der mathematisch-naturwissenschaftliche Bereich

Wichtig ist uns in unserer Einrichtung hierbei vor allem der spielerische und bewusste Umgang mit mathematischen Inhalten im Kindergartenalltag. Hierzu gehört z.B. das Zählen von Autos, das Sortieren und Klassifizieren von Spielzeug, Kinder zählen oder das Abzählen von Gegenständen in der Natur usw.
Für alle Kinder, auch für die mit ausgeprägtem visuellen und auditiven Gedächtnis, ist es sehr wichtig, mathematische und naturwissenschaftliche Vorstellungen zu entwickeln. Die beste Möglichkeit dieses Ziel zu erreichen ist, mathematisch / naturwissenschaftliche Themen in einer sich immer weiter entwickelnden, logischen Abfolge anzubieten, die es Kindern erlaubt, ihr Verständnis Schritt für Schritt aufzubauen und beständig zu kontrollieren.

Mathematik baut auf sich selbst auf. Kinder übernehmen, was sie begriffen haben und wenden es wieder an. Wenn sie die Möglichkeit haben ihre mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten in einer geeigneten angemessenen sich entwickelnden Abfolge zu trainieren, bauen sie eine solide Vorstellung hiervon auf.
Durch verschiedene Angebote bekommen die Kinder die Möglichkeit, Gegenstände zu erforsche, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu erkennen, Gegenstände zuzuordnen, Regelmäßigkeiten und Muster zu erkennen, Mengen zu vergleichen und zu erfassen sowie eine Vorstellung von Zahlen zu entwickeln.

Die mathematische Förderung wird bei uns verbunden, mit naturwissenschaftlichen Themen. Denn naturwissenschaftliche und technische Erfahrungen leisten einen wesentlichen Beitrag, den persönlichen Bezug der Kinder zu Ihrer Umwelt zu festigen und zu erhöhen. Hierzu zählen vor allem Beobachtungen in der Natur, Experimente, Bilderbuchbetrachtungen und Gespräche.